Dass Hamburg eine der besten Kulissen ist, die ein Mode-Fotograf sich wünschen kann, erschließt sich auf einen einzigen Blick: Neben der Wassernähe und dem Strand-Feeling, das Alster und Elbe bieten, besticht die Hansestadt durch das Nebeneinander einzigartiger Alt- und hochmoderner Neubauten. In ihnen findet nahezu jeder Fotograf einen ansprechenden Hintergrund für Modeaufnahmen nach aktuellsten Anforderungen. Doch dieser Umstand ist dem „Tor zur Welt“ nicht in die Wiege gelegt worden: Wie zahlreiche europäische Großstädte musste sich auch Hamburg den Status als It-Kulisse der Modefotografie mühsam (zurück-) erobern.

VON DEN ANFÄNGEN…

Dabei liegen die Wurzeln dieses Genres gar nicht so weit entfernt – jedenfalls nicht im Vergleich zu den Orten, in denen es sich schließlich etablierte: Ihren Anfang nahm das Ablichten von Kleidung am Hof Napoleons III. Die hier ansässige Comtesse Virginia Oldoni ließ sich von dem Tuchfabrikanten und Hobby-Fotograf Adolphe Braun mehrfach in wechselnder Garderobe aufnehmen. Auf über 280 Bildern führte die edle Dame ihre Lieblingsstücke vor – und landete damit prompt einen Bestseller, denn Braun veröffentlichte die Fotos in einem Buch.

Seinem Beispiel „vorgeführter“ Mode folgend, enthielten bald auch die ersten Zeitschriften entsprechend gestaltete Abbildungen. Sie entstammten Studios, die eigens zum Zweck der Modefotografie gegründet worden waren und in der Folgezeit wie Pilze aus dem Boden schossen. In Hamburg selbst eröffnete keins, aber gleich nach Paris konnte die deutsche Hauptstadt Berlin mehrere Einrichtungen dieser Art vorweisen. Nach dem Vorbild des inzwischen als Fotografniedergelassenen Adolphe Braun zeigten die meisten Studio-Produkte jedoch recht statisch wirkende Models und lenkten den Blick auf den Hauptakteur der Modefotografie – die Kleidung.

…ÜBER DIE ETABLIERUNG…

Das änderte sich ab 1909, als Baron Adolphe de Meyer neue Inszenierungen zu entwickeln begann. Als erster Mode-Fotograflichtete er seine Modells in zunehmend natürlicher werdenden Körperhaltungen und einem Umfeld außerhalb des Studios ab. Die so entstehenden Bilder wurden von führenden Fashion-Magazinen als „hauseigene“ Ausdrucksmittel erkannt und bildeten den Grundstock für die heute vorherrschenden Anforderungen an Modefotografie.

Einen weiteren entscheidenden Entwicklungsschritt vollzog das Genre weit entfernt von Hamburg. Durch die kriegsbedingte Einschränkung ihrer Arbeit verlagerten viele Künstler ihre Wohn- und Wirkungsstätten in die USA. Dort löste sich die Modefotografie noch mehr von den starren Vorgaben ihres Urvaters. Zu den jüngsten Errungenschaften aus Europa gesellten sich Aufnahmen unter freiem Himmel, bei natürlichem Licht und in sportlichen Posen.

Noch immer aber stellten Mode-Fotografen die Kleidung in den Vordergrund ihrer Arbeit. Ins Nachkriegsdeutschland zurückgekehrt, bildete das Genre vornehmlich üppige Stofffülle, feminine Schnitte und passende Accessoires ab. Viele der zwischen Hamburg und München entstehenden Aufnahmen ließen die lebenden Bildmotive hinter der „toten“ Garderobe zurückstehen und fokussierten ausschließlich auf die Wirkung der Kleidungsstücke.

Fotograf Hamburg Portrait

© René Lüdke Photography

…BIS ZUR GEGENWART

Erst als eine neue Generation von Frauen die Laufstege zu erobern begann, rückten auch die Models in den Blickpunkt der Modefotografie. Mit Fashion-Stars wie Twiggy oder Bild-Komponisten wie Helmut Newton verjüngte sich der Stil des Genres drastisch und erhielt eine ganz neue Dynamik. Kaum ein Fotograf seiner Zeit ließ es sich nehmen, Grenzen auszuloten. In Folge dessen verschwammen die Übergänge zwischen Modeaufnahmen und erotischen Bildern immer mehr.

Ende des 20.Jahrhunderts schien der Reiz solcher Fotografien jedoch ausgeschöpft. Von Großstädten wie Hamburg, London oder Paris bzw. Übersee-Metropolen wie New York oder Rio ausgehend eroberten ästhetisch-reine Abbildungen das Genre. Sogar die ursprüngliche Schwarz-Weiß-Kunst erlebte ein Comeback – ganz so, als wollten die Bild-Künstler zum unschuldigen Ursprung der Modefotografie zurückkehren.

Dieser Stil war dem einen oder anderen Fotograf jedoch zu glatt, denn er rückte sowohl die Models als auch die von ihnen präsentierte Kleidung in den Bereich des Unantastbaren. Der Gegenentwurf war ein Look, der sich an Subkulturen orientierte – und dementsprechende Kulissen forderte. Die fanden Foto-Spezialisten ausgerechnet dort, wo Mode, Kunst und Style ganz eigenen Gesetzen folg(t)en: In den Hinterhöfen von Szene-Vierteln, in stillgelegten Fabrikanlagen und in Industrielandschaften.

Neben dem seinerzeit gerade wiedervereinten Berlin, dem aufstrebenden Leipzig und dem gestandenen Frankfurt bildete Hamburg ein beliebtes Ziel für Sessions dieser Art. Zwischen den Gebäuden der Speicherstadt, den Villen von Blankenese oder den Werftaufbauten des Hafens landete so mancher Fotograf einen buchstäblichen Volltreffer – und etablierte Hamburg als Top-Place im Ranking der besten Shooting-Orte Deutschlands.

HAMBURG ALS MODERNE FOTOKULISSE

Den so erreichten Status der Hansestadt nutzen wir auf vielfältige Weise:

Vor den Kulissen von Alster- und Jenischpark sowie am Bahnhof „Jungfernstieg“ und an der Schwanenwikbrücke finden wir attraktive Gegensätze zu den modischen Entwürfen, die Ihre Models präsentieren. Auch die Hafencity und das Dockland bilden interessante Ziele für Modeaufnahmen. Die dort vorherrschende Architektur ist eine passende Ergänzung zu vielen aktuellen Kollektionen – jedoch längst nicht alles, was wir Ihnen als spannenden Hintergrund bieten können.

Auch wenn Sie morbiden Charme lieben oder ein historisches Ambiente suchen, werden wir für Sie in Hamburg fündig. Mit dem Ohlsdorfer Friedhof und dem Museumshafen Oevelgönne stehen uns zwei außergewöhnliche Plätze für Modeaufnahmen zur Verfügung. Da nicht jeder Fotograf der Hansestadt den Reiz dieser Orte zu schätzen weiß, können hier wahrhaft einzigartige Bilder entstehen. Doch auch damit sind die Möglichkeiten Hamburgs als Hochburg der Modefotografie noch nicht erschöpft.

Für Freunde von glitzernden Wasserspielen sind die Alsterfontäne, der Elbstrand und das Falkensteiner Ufer denkbar geeignete Kulissen – umso mehr, wenn Sie Wert auf eine Wet-Look-Präsentation oder maritimes Flair legen. Nicht zuletzt bietet sich an der Bunthäuser Spitze Gelegenheit für jene Licht- und Schatten-Effekte, die Modefotografie längst zur eigenen Kunstform erhoben haben. Hier – wo sich die Elbe in Norder- und Süderlauf teilt – befindet sich einer der Top-Ten Shooting-Plätze von Hamburg.

Nutzen Sie unsere Ortskenntnis für ganz besondere Modeaufnahmen und beweisen Sie mit der Wahl von Fotograf und Kulisse, dass Sie sowohl gutes Design als auch die Feinheiten eines erfolgreichen Marketings beherrschen!